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Trautes Heim, Glück allein

Die Wohnungsodyssee hat ein Ende! Vorgestern bin ich endlich umgezogen und befinde mich in LAUFWEITE zur Uni! Traumhaft, herrlich, wunderbar!

Aber auch diese Errungenschaft hatte eine leicht steinige Einfahrt. Nachdem ich bei meiner Hausmeisteremailkommunikation mehr oder weniger gegen eine Wand lief, da er irgendwann schlichtweg nicht mehr antwortete, rief ich ihn Montagmorgen schließlich an und vereinbarte die Schlüsselübergabe in einem sehr unverständlichen Englischdänischmix für Dienstag 12:30. 12: 20, was ein bisschen Puffer zwischen den beiden Kursen gelassen hätte, war für ihn nicht möglich. Am nächsten Tag in der Mittagspause brach dann ein kleiner Trupp zu einem Roadtrip auf. Alina als Chauffeur, Niels als Übersetzer und ich als unnötiger Anhang. Mit dem Auto schafften wir es in 10 Minuten zur Wohnung und schließlich kam dann auch der Hausmeister mit seinem Dreirad angedackelt und machte einen viel netteren und sympathischeren Eindruck als über Telefon und Email. Allerdings erwies er sich auch als extrem langsam. Wir kamen um 10 nach 1 erst wieder weg, da er alles viel zu ausführlich und viel zu langsam erklärte und den Schlüssel für die Barrieren gar nicht dabei hatte, sondern zuerst noch seinen Kollegen anrief, der dann mit dessen Dreirad noch vom Büro zu uns fahren musste. Wir kamen also 20 Minuten zu spät zur nächsten Veranstaltung, dafür war ich aber um 6! Schlüssel reicher. Nach der Uni fuhr ich mit Francesca zu IKEA. Eigentlich wollte ich nur eine dünne Decke holen um die Kommoden während des Umzugs zu schützen und eventuell nach einer Umzugskiste schauen, aber sobald wir ankamen, bemerkten wir die Unmengen an leeren Abfallkisten und nahmen davon welche mit. Das machte den Heimweg zwar nicht unbedingt einfacher, aber wir hatten uns vorher von unserem gesparten Geld an Eis gestärkt.

Wieder zuhause packte ich dann den Rest meiner Dinge ein und wanderte langsam in einen Zustand der Verzweiflung und Selbstverachtung. Ich weiß überhaupt nicht wieso ich so viele Dinge habe und schon gar nicht, wo die alle waren, bevor ich sie in Kisten gepackt habe. Jedes Mal wenn ich dachte jetzt alles verstaut zu haben, drehte ich mich herum und etwas Neues starrte mir entgegen.
Mittwochs traf ich mich dann mit Josie und Janika in der Stadt und wir holten das Auto ab. Zum Glück hatte Josie sich zum Fahren bereit erklärt. Gegen halb 2 begannen wir damit die Wohnung auszuräumen und trotz immer wieder aufkeimender Zweifel bekamen wir alles unter. Josie bewies unheimliches Tetris-talent, was auch darauf zurückzuführen sein könnte, dass sie unter keinen Umständen zweimal fahren wollte. Nur das Fahrrad musste dort bleiben, aber das hole ich, wenn ich die Schlüssel abgebe. Noch vor 6 Uhr hatten wir das Auto unheimlich effizient wieder ausgeladen und die beiden fuhren nach einem ausgiebigen Abendessen wieder zurück in die Stadt um das Auto abzugeben und die Chance zu nutzen um zu IKEA zu fahren.

Ich verbrachte meinen Abend erneut in der Anwesenheit viel zu vieler Kisten. Dieses Zimmer ist allerdings wirklich um so viele Aspekte besser als das Alte. So kann man beispielsweise einen Teppich auf den Boden legen ohne ständig darauf auszurutschen. Mehr Platz habe ich entgegen aller Erwartungen auch. Das beste aber ist der Standort. Donnerstag hatte ich um 8 Uhr Uni und statt wie in Narnja um 5 Uhr aufstehen zu müssen, konnte ich bis um 7 Uhr schlafen. Ich hatte mit Niels, der etwa 5 Minuten entfernt wohnt, ausgemacht dass wir zusammen zur Uni laufen und er mir den Weg zeigt und fühlte mich zurück in die Schulzeit versetzt, in der wir niemals alleine zum Bus laufen mussten. Ich war super in der Zeit, wurde dann jedoch mit unvorhergesehenen Schwierigkeiten konfrontiert: Die Haustür ließ sich nicht abschließen….
Ich versuchte alles, drücken, ziehen, sanftes Rütteln, Gewalt…. Der Schlüssel ließ sich einfach nicht weit genug herumdrehen. Da hier alle Haustüren außen Klinken haben, konnte ich noch nicht einmal einfach nicht abschließen. Hohes dänisches Sozialvertrauen hin oder her. Nachdem ich geschlagene 8 Minuten mit der Tür gekämpft hatte, schrieb ich Niels eine Sms und bekam sofort eine Antwort: „Hast du die Klinke nach oben gedrückt?“. Natürlich habe ich das nicht und das wäre mir auch im Traum nicht eingefallen. Die spinnen, die Dänen!

Der Weg zur Uni ging etwa 25 Minuten durch den Wald, über Felder und hatte Meerblick und wir waren im Endeffekt tatsächlich nur 5 Minuten zu spät. Allerdings war es das erste Mal, dass ich zu spät war, da ich sonst (dank Bus und Bahn) immer mindestens eine halbe Stunde zu früh gewesen war. Verständlicherweise war ich als überpünktliche Deutsche somit zuerst einmal einigem Spott ausgesetzt.  

Mittags fuhr ich dann mit Iro zurück in die alte Wohnung, wo sie mir dankbarer Weise beim Putzen half. Ich bin wirklich so dankbar für all die Menschen hier oben, ohne die ich wahrscheinlich in ständiger Verzweiflung leben würde. 3 ½ Stunden später strahlte alles heller als bei meinem Einzug. Jetzt muss ich erst Mal meine Sehnen und Muskeln pflegen. Aber ich bin gerade wirklich sehr zufrieden. Außerdem kommt mein Minigarten offensichtlich mit gelegentlich durchstreunender Katze, die bisher mindestens einmal täglich vor der Tür sitzt und Streicheleinheiten (und vermutlich noch mehr) fordert.

19.2.16 10:02
 
Letzte Einträge: Yorkshire Ahoi!, Archäologie im Felde - Tag 1, Sieben mal Sieben ist feiner Sand, Zurück in die Großstadt, Ein Lebenszeichen, Stauts: Beschäftigt


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Martin Ungemach (19.2.16 13:31)
Lieber Gruß aus der Heimat!

Wann ziehst Du wieder um? ;-)

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