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Vor der Kamera

Da man sein Leben damit verbringen sollte, ständig neue Erfahrungen zu sammeln, und als Student (in Dänemark) niemals die Gelegenheit für kostenloses Essen ignoriert, habe ich meine Theaterstatistenerfahrung gestern durch Filmstatistenerfahrung erweitert – es war lehrreich.

Moesgaard Museum eröffnet im April eine neue Ausstellung über römische Gladiatoren und zu diesem Zweck wurde diese Woche ein etwa 10-minütiger Film gedreht, der Teil der Ausstellung werden soll. Gesucht wurden Statisten, und Jakob, der mit mir studiert, rekrutierte mich mehr oder weniger.

Gestern Morgen mussten wir um 8:30 im Filmstudio auf der Matte stehen und wussten zu dem Zeitpunkt weder, welche Art Rolle wir bekommen, noch, wie der Tag ablaufen würde. Dieses Problem wurde durch die einfache Tatsache verstärkt, dass ich als Einzige der etwa 70 Anwesenden kein Dänisch sprach (und immer nur kleine Bruchteile verstand).
Es war alles minimal chaotisch. Wir bekamen unsere Verträge ausgehändigt, dann mussten wir warten. Etwa eine Stunde später wurde ich von meinem sporadischen Übersetzer getrennt und gemeinsam mit einer Gruppe Frauen in einen Raum mit Kostümen geführt. Wir zogen uns um und nach einer weiteren Stunde Wartezeit dort, ging es wieder zurück in den Hauptraum, wo man sich unserer Haare annahm. Da dies eine wahrheitsgemäße Berichterstattung ist muss ich allerdings anmerken, dass die daraus resultierenden Frisuren sehr unordentlich und ohne Liebe zum Detail waren.
Danach hieß es weiterhin warten, warten, warten und warten. Und wenn ich „warten“ schreibe, meine ich „WARTEN“. Ich habe einige interessante Bekanntschaften geschlossen und sogar Texte für den Kurs heute lesen können. Einmal begannen wir sogar ein Trivial Pursuit Spiel, doch nachdem der Würfel zum ersten Mal gerollt war, wurden wir wieder in einen anderen Warteraum verfrachtet. Das bringt mich zu den ungefähr 10 hohlen Ankündigen, die uns im Laufe des Tages immer wieder gemacht wurden. „Wir starten in 10 Minuten“, „Es dauert noch etwa eine halbe Stunde“, „Um zwei geht’s los“… etc. Nervig war dabei, dass wir einige Male in der zugigen Halle standen und erfolglos darauf warteten, dass sich endlich die Türen zum Studio öffneten.

Tatsächlich wurden die Statisten erst gegen 16 Uhr benötigt. Sie teilten uns in kleine Gruppen ein und meine Gruppe kam um 17:05 Uhr an die Reihe. Wir saßen zu siebt auf einer Bank inmitten eines riesigen green-screens, die später einmal Teil der Kolosseumstribüne sein wird. Vor uns lag ein Kissen (die später kämpfenden Gladiatoren, auf die wir unseren Blick fokussieren sollten) und an der Seite hüpfte ein hyperaktiver Mann hin und her, der besser als der talentierteste Sportkommentator die Geschehnisse in der Arena in ein Mikrofon schrie. Zwischendurch gab er auch Regieanweisungen zu Gute. Das war dann in etwa folgendes: „Der Favorit hat einen Schlag erhalten seid geschockt au das tat weh jetzt kommen Zwerge in die Arena sie sehen lustig aus bei drei steht ihr auf und jubelt, aber noch nicht aus vollem Herzen ein zwei drei jubeln jubeln weiter nicht aufhören jetzt langsam nacheinander setzen….“. Mir zuliebe gab er diese Anweisungen auf Englisch, aber wir verstanden dennoch nicht alles, da gleichzeitig eine Tonaufnahme von tosendem Ablauf lief, die uns in Stimmung bringen sollte. Ich bin wirklich gespannt wie das Ergebnis aussehen wird…

 Im Endeffekt standen/saßen wir weniger als 5 Minuten vor der Kamera und erscheinen im Film wahrscheinlich für ein paar Sekunden (wenn überhaupt).

Aber das bereits erwähnte Essen machte doch einiges wieder wett. Als wir morgens ankamen erwartete uns ein riesiges Frühstücksbüffet mit Brötchen, Brot, Käse, Wurst, Obst, etc; ein Mittagsbüffet gab es ebenfalls mit Salaten, Reis und Huhn, und die Tische waren immer gut bestückt mit Schokolade, Nüssen, Keksen, Gummibärchen, Lakritze, Müsliriegel, und und und… Ich glaube ich habe gestern 4000 Kalorien zu mir genommen. Aber das war gut so!

Insofern hat mir der Tag eine neue Erfahrung und einen mehr als vollen Magen beschert, und wer weiß… vielleicht werde ich ja entdeckt…        

12.2.16 20:22
 
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