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Frohe Vorweihnachten!

Hallo meine Lieben,

 

die Schande meines langen Schweigens lastet schwer auf meinem mitteljungen Herzen und ich hoffe ich habe eure Treue nicht verloren.

Statt besinnlicher Adventszeit ging hier in den letzten 3 Wochen die Post ab. Ich nehme mal an da die Dänen von Oktober bis Januar Weihnachtsfeiern haben ist der Dezember ihnen nicht ganz so heilig wie dem Rest Europas und die Unis denken sich, dass das doch wirklich die beste Zeit ist um ihre Studenten mal so richtig ins Schwitzen kommen zu lassen. Wegen der nichtexsistenten winterlichen Kälte und so…

Am Freitag dem 27.11 bekamen wir unser letztes Assignment für Sources & Methods, ein Assignment, das uns alle so richtig ins Schwitzen brachte, da niemand die Aufgabenstellung verstand und jedes Nachfragen unsererseits ein allgemeines Aufschwallen der Verwirrung nach sich zog. Unsere Fragen vermehrten sich wie Kaninchen. Doch alles Jammern half nichts, 10 Tage später mussten wir unsere 5 Seiten abgeliefert haben. Ich schaffte es genau 10 Minuten vor der Deadline. Trotzdem ging natürlich auch unser außeruniversitäres Leben weiter und wir hatten eine schöne Weihnachtsfeier bei Kimberly zu Hause bei der ich eine super gemeine Art des Wichtelns kennenlernte.

Wie bei der humanen Art auch bringt jeder ein Geschenk mit. Die Geschenke kommen in die Mitte, jeder sucht sich ein Päckchen aus und zieht einen Zettel mit einer Nummer. Je größer die Nummer, desto besser, denn jetzt wird es fies: Nummer 1 kann sich aussuchen ob er sein Päckchen behalten oder das Päckchen von jemand anderem klauen möchte. In letzterem Fall bekommt der Beklaute das Päckchen des Diebes. So oder so muss die Nummer 1 das Päckchen dann öffnen. Dann geht es weiter mit der 2, der 3, der 4…. Bis am Schluss jeder ein Päckchen ausgepackt hat. Und jeder kann sich entscheiden ob er jemand anderen beklauen möchte. Das ist vor allem sinnvoll wenn die ersten Nummern ihre Geschenke bereits ausgepackt haben und man sieht was man klaut. Ich wurde sieben Mal bestohlen bis ich endlich selbst mein gestohlenes Geschenk wieder zurückstehlen konnte und ein Buch bekam. Da kocht das Blut. Zwei Leute wurden richtig sauer und je  nach Alter der Weihnachtsfeierfeierer strömen wohl auch mal die Tränen.
Das ist allerdings gar nichts gegen eine noch unmenschlichere Version des skandinavischen Wichtelns, bei dem am Ende manche Leute ohne Geschenk da sitzen und andere mit dreien oder sogar vieren. Fast wie Schokoladenessen nur viel undemokratischer.

Nach der Abgabe des Assignments am 07. Dezember hatten wir noch 3 Tage Veranstaltungen mit ordentlicher Lesevorbereitung und dann tatsächlich einen Tag zum Durchatmen.
Am 11.12. stoppte unser Sozialleben dann völlig. Um 12 Uhr Mittags wurde die Aufgabe für unsere Hausarbeit für Concepts & Contexts online gestellt und von da an hatten wir Zeit bis zum 21.12 um 14 Uhr um ein 15-seitiges Assignment zu schreiben.

Meine Aufgabenstellung lautete folgendermaßen:

 

 “Heritage is only sustainable when tourist expectations, heritage management practice, inclusion of local communities and protection of the integrity of the site are equally balanced”. Discuss this statement with reference to at least two case-studies.

 

Uns wurde gesagt, dass wir eine ordentliche Bibliographie vorweisen müssen und sehr viel zur Thematik lesen sollen bevor wir mit Schreiben beginnen. Anfangs hatte ich noch etwas Optimismus. Von Deutschland bin ich für eine Arbeit dieses Umfangs zwar 2 Monate gewöhnt, aber wenn die das hier ständig so machen, dann muss es wohl machbar sein.
Den zweiten Tag verbrachte ich damit in der Bibliothek nach Literatur zu der ersten case study zu suchen, für die ich mich entschieden hatte und mich insgesamt darüber zu informieren. Dann schrieb ich eine Mail an meine Dozentin um mich zu vergewissern, dass wir als case studies wirklich benutzen können, was wir wollen.

Am dritten Tag bekam ich eine Mail zurück, die meinen sorgsam zurecht gelegten Plan zerschmetterte, da nur case studies aus dem Kurs erlaubt waren. Also versank ich für ein paar Tage in tiefster Verzweiflung, bis ich mich wieder gefasst hatte und einen neuen Plan verwarf.

Den vierten – sechsten Tag verbrachte ich dann hauptsächlich mit Lesen. Ich war in ständigem Kontakt mit den anderen und wir waren alle gleich verzweifelt und hoffnungslos.

Vom siebten  - elften Tag versank ich wirklich in der Arbeit. Ich fing endlich an mit Schreiben und schrieb jede Nacht bis 3 Uhr. Sonntag schrieb ich die Nacht durch bis 6 Uhr morgens, schlief 4 Stunden und hatte dann noch 4 Stunden für Einleitung und Korrektur. Eine halbe Stunde vor Deadline hatte ich dann abgeschickt und war so durch, dass ich den Rest des Tages im Delirium verbrachte. Es ging auch wirklich nicht mir so. Wir waren alle völlig überfordert mit dem Zeitfenster, da das Lesen so viel Zeit in Anspruch genommen hatte.
Jetzt ist es aber vorbei, ich bin wieder auf dem Damm und habe sogar bereits meine Note für Sources & Methods. Eine zufriedenstellende 12 (Das super logische dänische Notensystem: -3; 0; 2; 5, 7, 10, 12). Irgendwas muss ich also richtig gemacht haben.

Jetzt steht Weihnachten vor der Tür und wir können uns endlich dem angenehmen Stress des Lebens widmen und unser Deutsch-Französisch-Dänisch-Mexikanische Weihnachten vorbereiten. Donnerstag  Mittag trudeln wir alle bei Kimberly ein und bleiben da dann bis Freitag abends. Keine Gedanken verschwenden und stattdessen Schokoladenessen und Brettspiele. Bin mal sehr gespannt wie das wird J Und danach starten dann die Vorbereitungen für die mündliche Prüfung.
Falls aus irgendeinem Grund meine Internetprivilegien verfallen und ich nicht mehr Schreiben kann: Frohe Weihnachten und bis bald!

Ich denke ganz ganz ganz ganz fest an euch alle!

22.12.15 20:46
 
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